Frauenhauskoordinierung e.V. - BAFzA - Bundesförderprogramm Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen

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Frauenhauskoordinierung e.V.

 

 

ZUM VEREIN

Die Frauenhauskoordinierung e.V. (FHK) wurde auf Initiative der Wohlfahrtsverbände (Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e. V., Diakonie Deutschland, Der Paritätischer Gesamtverband, Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V./Deutscher Caritasverband e. V.) 2001 in Frankfurt am Main gegründet, um sich im Auftrag der Mitglieder für den Abbau von Gewalt gegen Frauen und für die Verbesserung der Hilfen für betroffene Frauen und deren Kinder einzusetzen. Seit 2010 hat der Verein seinen Sitz in Berlin.

Die FHK koordiniert, vernetzt und unterstützt das Hilfesystem, fördert die fachliche Zusammenarbeit und bündelt Praxiserfahrungen, um sie in politische Entscheidungsprozesse sowie in fachpolitische Diskurse zu transportieren.

Mit bundesweit rund 260 Frauenhäusern und 230 Fachberatungsstellen fördern und sichern die Mitglieder das Hilfe- und Unterstützungssystem für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, sowie für ihre Kinder.

 

ZUM PROJEKT - „Nachhaltiges technisches Empowerment von Fachberatungsstellen und Frauenhäusern in der Corona-Pandemie“ (Hilfesystem 2.0)

Das Projekt „Hilfesystem 2.0“ unterstützt Frauenhäuser und Fachberatungsstellen bei einem professionellen Umgang mit den digitalen Herausforderungen der COVID-19-Pandemie. Im Zentrum dieses Projekts stehen die Verbesserung der technischen Ausstattung, die dafür erforderliche digitale Qualifizierung der Mitarbeitenden sowie die professionelle Sprachmittlung für die Beratung gewaltbetroffener Frauen und Mädchen. Der Bund stellt dafür mehr als drei Millionen Euro bereit, von denen bisher rund zwei Millionen Euro an das Hilfesystem weitergeleitet wurden (Stand Mai 2021).

Die FHK ist seit Juli 2020 für die Umsetzung des Projekts verantwortlich. Das für die Weiterleitung der Mittel etablierte Zuwendungsverfahren wird von der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH begleitet. Im Projektstrang I Technik, dessen Antragsphase seit Januar 2021 abgeschlossen ist, wurden 458 Vorhaben von der Fachpraxis beantragt und umgesetzt. Mitarbeitende von Frauenhäusern und Fachberatungsstellen haben mit den weitergeleiteten Projektmitteln technische Ausstattung, wie z. B. Laptop oder Diensthandy, erworben. Damit konnten gewaltbetroffene Frauen und Mädchen auch in Pandemiezeiten – teils aus dem Homeoffice heraus – weiter unterstützt werden.  Im Projektstrang II Dolmetschung/Fortbildung wurden bisher mehr als 110 Vorhaben bewilligt. Beantragt wurden hier bspw. Mittel, um bei der Telefonberatung professionelle Dolmetschdienste für die Unterstützung von gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen zu nutzen. Außerdem wurden Mittel für Maßnahmen zur Qualifizierung der Mitarbeitenden beantragt, um z.B. an einer Fortbildung zur Online-Beratung oder zu Datenschutz und Datensicherheit teilzunehmen.  Im Projektstrang II können noch bis März 2022 Zuwendungen beantragt werden.

Im Rahmen der Umsetzung des Projekts werden Frauenhäuser und Fachberatungsstellen somit nicht nur technisch besser ausgestattet, sondern mittels Fortbildung der Mitarbeitenden und qualifizierter Sprachmittlung bei dem digitalen Ausbau der professionellen Beratung und Unterstützung für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder begleitet. Erst dadurch kann eine nachhaltige Stärkung des insbesondere durch die COVID-19-Pandemie unter hohem Druck stehenden Hilfesystems gelingen.

Mehr Informationen zu dem Projekt „Hilfesystem 2.0“ sowie einen Bericht aus der Fachpraxis finden Sie hier:

www.frauenhauskoordinierung.de/arbeitsfelder/hilfesystem-20/

FAQs - PDF-Datei

Zuwendungskriterien Projektstrang II - PDF-Datei

Kurzinformation zum Projektstrang II - PDF-Datei

Bericht aus der Fachpraxis - Frauenhaus Nienburg - PDF-Datei