Berliner Zentrum für Gewaltprävention e.V. - BAFzA - Bundesförderprogramm Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen

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Berliner Zentrum für Gewaltprävention e.V.

 
 
ZUM VEREIN

Das Berliner Zentrum für Gewaltprävention (BZfG) e.V. wurde im September 2000 als gemeinnütziger Verein gegründet. Das Angebot des Vereins ist auf Gewaltprävention, Resozialisierung und Arbeit mit Tätern und Täterinnen spezialisiert, ohne dabei geschlechtsbezogen Einschränkungen vorzunehmen: Sowohl Frauen als auch Männer, die motiviert sind ihre Gewaltproblematik bearbeiten zu wollen, werden in den Kursangeboten unterstützt, ihr Gewaltverhalten zu ändern und ihre sozialen Kompetenzen zu entwickeln.

Das BZfG ist seit fast 20 Jahren ein wichtiger Ansprechpartner für Menschen, die Gewalt verübt haben oder befürchten, dies zu tun und kooperiert mit Justizvollzugsanstalten, regionalen Beratungsstellen sowie sozialen Einrichtungen (bspw. in der Pflege, Jugendhilfe). Darüber hinaus arbeitet der Verein in (über-)regionalen Gremien und Arbeitsgruppen und wirkt mit an internationalen EU-Projekten. Durch die Förderung der LOTTO-Stiftung Berlin ist es dem BZfG zusätzlich möglich, ambulante Gruppenarbeit zur Gewaltprävention in allgemeinen Lebenslagen (z.B. im öffentlichen Raum oder am Arbeitsplatz) durchzuführen. Seit 2019 bietet der Verein, gemeinsam mit der Fachstelle Gewaltprävention Brandenburg, Beratungen für Menschen, die gegenüber ihrem (Ex)Partner oder ihrer (Ex)Partnerin Gewalt angewendet haben, an.

 

ZUM PROJEKT – „Beratungszentrum zum Schutz vor Gewalt in der Familie und im sozialen Nahfeld“

Das Berliner Zentrum für Gewaltprävention beabsichtigt im Rahmen der Umsetzung des Projekts, „Beratungszentrum zum Schutz vor Gewalt in der Familie und im sozialen Nahfeld“, den Fokus auf das gesamte, von Gewalt betroffene System zu legen. Dem Vorhaben liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die gesamte Familie im Rahmen der Beratungstätigkeit erreicht werden muss, um eine nachhaltige Unterbrechung der Gewaltspirale für alle Beteiligten zu erreichen. Alle durch die häusliche Gewalt involvierten Personen werden daher in drei Arbeitsphasen von Fachkräften intensiv begleitet.

In der ersten Phase (Clearing- und Eingangsphase) werden die individuellen Bedürfnisse jeder einzelnen Person des Familiengefüges erfasst und weitere Interventionsschritte geplant. Während der zweiten Phase (Arbeitsphase), nimmt die gewaltausübende Person an einer Gruppenberatung teil, mit dem Ziel der Unterbindung von Wiederholungstaten. Die von Gewalt betroffene Person erhält in der kooperierenden Einrichtung im optimalen Fall zeitgleich Unterstützung. Eine Kinder- und Jugendtherapeutin begleitet die betroffenen Kinder, gemäß der in der Eingangsphase festgestellten Bedürfnisse und betreut die Umsetzung ggf. bestehender Umgangsregelungen. Unter Beteiligung des örtlich zuständigen Jugendamts wird ein Hilfeplan abgestimmt und festgelegt. In der dritten Phase (Verselbständigungsphase) werden aus den vorherigen Phasen gewonnene Erkenntnisse zusammengeführt. Ziel ist es, das Erlernte eigenverantwortlich umzusetzen und nachhaltig in den Alltag zu integrieren.

Durch die Umsetzung dieses Vorhaben werden die verschiedenen Maßnahmebestandteile sowie ein systemischer Ansatz dieser Art erstmals im urbanen Raum erprobt. Des Weiteren richtet sich das Beratungsangebot an alle gewaltausübenden Personen, unabhängig von deren Geschlecht bzw. Gender. Das Projekt soll daher ebenfalls der Weiterentwicklung der Täterinnenarbeit, mit u.a. einem Fokus auf LGBTQ*-Personen, dienen. Kooperationsbündnisse zwischen den am Projekt beteiligten Stellen sollen diesen Prozess weiter vorantreiben.

Mehr Informationen zum Berliner Zentrum für Gewaltprävention:

http://www.bzfg.de